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Der HIV-Selbsttest (auch Selftest, Heimtest, Autotest genannt) ist ein HIV-Test, den jede und jeder selbst durchführen kann. In der Schweiz verkaufte Selbsttests sind einfach anzuwenden und liefern ein zuverlässiges Resultat. Zwei Punkte gilt es beim Gebrauch eines HIV-Selbsttests zu berücksichtigen:

  1. Zeigt der Test ein positives Resultat an, sollte zwingend ein Bestätigungstest in einer Beratungsstelle (ZIS oder SIPE) oder bei einem Arzt oder einer Ärztin gemacht werden.

  2. Ein HIV-Selbsttest erkennt eine HIV-Infektionen nur dann zuverlässig, wenn die Ansteckung mindestens drei Monate vor dem Test stattgefunden hat. Wer sein Risiko abklären will, das in den vergangenen drei Monaten stattgefunden hat, wendet sich an eine Beratungsstelle oder einen Arzt oder eine Ärztin.

Welchen HIV-Selbsttest soll man benutzen?

Entscheidend ist, dass ein Test die europäische CE-Kennzeichnung trägt. Um diese zu erhalten, muss der Hersteller nachweisen, dass der Test zuverlässig und einfach anzuwenden ist.

Wo kann man einen HIV-Selbsttest kaufen?

Selbsttests mit der CE-Zertifizierung werden in Apotheken und Drogerien angeboten.

Auch im Internet gibt es HIV-Selbsttests zu kaufen. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn die Anbieter liefern auch Tests, die nicht CE-zertifiziert sind. Zudem gibt es Fälschungen. SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz empfiehlt deshalb, den Test in einer Apotheke oder einer Drogerie zu kaufen.

Wie viel kostet ein HIV-Selbsttest?

Der Preis in Apotheken und Drogerien sowie bei Schweizer Internetanbietern bewegt sich derzeit um die 30 Franken.

Wie funktioniert der HIV-Selbsttest?

Alle CE-zertifizierten HIV-Heimtests sind Bluttests. Mit einer haardünnen Nadel pikst man sich in den Finger und entnimmt einen Tropfen Blut, der dann in einem beiliegenden Gefäss ausgewertet wird.

Es gibt verschiedene Tests, es sind jedoch alle sehr einfach anzuwenden.

Tut der Fingerpiks weh?

Nein, allenfalls ein kleines bisschen. Alle Anleitungen zeigen, wo man sich stechen soll, nämlich an der Seite des Fingers. Da besitzt die Haut weniger Nerven, man spürt also weniger.

Was testet der HIV-Selbsttest?

Alle HIV-Selbsttests suchen nach Antikörpern. Das sind Proteine, die der Körper bildet, wenn er mit HIV infiziert ist. Das heisst, der Test reagiert nicht direkt auf HIV, sondern auf die Antwort des Körpers auf HIV. Da sich die Immunantwort nach einer Übertragung erst aufbaut, kann ein Selbsttest erst drei Monate nach einem Risiko mit Sicherheit ausschliessen, dass man HIV-positiv ist.

Was testet er nicht?

Der HIV-Heimtest kann nur eine HIV-Infektion nachweisen. Über andere sexuell übertragbare Infektionen wie Tripper oder Syphilis sagt er nichts aus!

Wie zuverlässig ist das Resultat?

Auf das Resultat eines Selbsttests mit CE-Markierung kann man sich verlassen.

Bei einem positiven Testresultat soll man sich umgehend zu einer Beratungsstelle (ZIS oder SIPE) begeben.

Merkt man, wenn etwas schiefläuft?

Ja. Alle Tests verfügen – wie Schwangerschafts-Selbsttests – über ein Kontrollband, das anzeigt, ob eine Probe gültig ist.

Was bedeutet ein negatives Testresultat?

Ein negatives Testresultat bedeutet, dass man nicht HIV-infiziert ist. Ausnahme: Falls man sich in den letzten drei Monaten angesteckt hat, zeigt der Test eine Infektion allenfalls noch nicht an.

Was bedeutet ein positives Resultat?

In diesem Fall sollte man rasch eine medizinische Betreuung in Anspruch nehmen. Diese wird von der Krankenkasse bezahlt. HIV ist nicht heilbar, lässt sich aber medikamentös so behandeln, dass man gesund bleibt und eine ähnlich hohe Lebenserwartung behält wie ohne HIV.

Wo entsorgt man den HIV-Selbsttest?

Der Selbsttest entsorgt man mit dem normalen Hausmüll. Man gibt alles zurück in die Packung und wirft diese in den Abfall.

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